Wanderreiten Elbe Elster

Wilde Osten, oder Ausflug in die wilde Natur...???

Wir beginnen den Tag mit einem gemütlichen Frühstück in Brottewitz. So richtig gestärkt geht es über Waldwege an Koßdorf (Historisch Koßdorf wurde 1234 urkundlich ersterwähnt. Aus den selbständigen Orten Lehndorf, Wenzendorf und Koßdorf wurde 1937 der jetzige Ort Koßdorf gebildet. Der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen passierte mit seinem Kriegsvolk, auf der Flucht vor Kaiser Karl dem V., diesen Ort nach der "Schlacht bei Mühlberg") von weiten winkt die Holländerwindmühle, vorbei über Blumberg (Historisch Fachwerkkirche 1694) nach Packisch (Historisch 1882 bestand die in Staatsbesitz befindliche Domäne Packisch, an der schon Louis Pasteur 1822-1895 Impfversuche gegen Milzbrand an Rindern und Schafen durchgeführt hat). Von da sind es nur ein paar Minuten und wir kommen in Adelwitz (Historisch 1568 wurde Adelwitz zu einem Rittergut erhoben In den Gebäuden des ehemaligen Rittergutes haben neben Hotel und Restaurant Reitverein, das „Elbe-Zentrum“ und ein Technologie-Zentrum sowie die Hundeschule der Familie Gäde ein nützliches Zuhause gefunden) an. Hier besteht die Möglichkeit den Park am Schloß zu besichtigen.

Nach so viel Historie werden wir uns in fast unberührte Natur stürzen. Wir reiten in Richtung Schloß Kathewitz wo wir uns nun im Zentrum des Naturschutzgebietes „Alte Elbe Kathewitz“ befinden (Historisch Im Jahre 1872 wurde der Flusslauf der Elbe begradigt. Vom alten Flusslauf sind heute noch Teile vorhanden, die sich durch das Naturschutzgebiet "Alte Elbe" schlängeln. Wenn man sich einen Augenblick Ruhe gönnen möchte, sollte man dort einen Moment verweilen).

Hier wartet ein gut gefüllter Picknickplatz nur auf uns, es sei denn, die hier lebenden Biber waren doch schneller.

Vor uns liegen nun weite Elbwiesen, auf denen nur ab und zu ein paar Kühe des hier angesiedelten Lehr- und Versuchsgutes der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft weiden. Auf unserem nun schon angetretenen Heimweg lassen wir die Ruinen von Ottersitz „links“ liegen und begeben uns über Tauschwitz (Historisch 1299 - erstmals urkundlich erwähnt, gab es viele Überschwemmungen unter dem das Gut Tauschwitz sehr zu leiden hatte. Im 2. Weltkrieg brannte das Gutshaus nieder und wurde nicht wieder aufgebaut) wieder an die Elbe. Diesen kleinen Umweg bescherte uns die Gierseilfähre, die die Stadt Belgern auf der anderen Elbseite mit der Straße von Tauschwitz verbindet.

Wir folgen der Elbe, vorbei an Martinskirchen (Historisch Schloß Martinskirchen dominiert mit seinen beachtlichen Abmessungen und dem hohem Mansarddach das Bild des Dorfes. Seine Architektur sowie die Innenraumgestaltung prägten Baumeister und Künstler des Dresdener Hofes. Der mächtige Barockbau entstand in den Jahren 1751 - 1756 und gehört zu den bedeutenden barocken Schloßanlagen in Brandenburg) bis Brottewitz.

Hier werden wir die Erlebnisse des Tages bei einem gemeinsamen Grillabend am Lagerfeuer diskutieren.

Länge der Strecke: ca. 30 km

Wichtige Eckpunkte: Brottewitz –> Koßdorf –> Blumberg –> Packisch –> Adelwitz –> Köllitsch –> Tauschwitz –> Martinskirchen –> Brottewitz

Auf dem Rücken der Pferde von Land zu Land – Oder: der schönste Weg von Preußen nach Sachsen

Wir starten nach einem leckeren Bauerfrühstück von Brottewitz in Richtung Neuburxdorf Altes Lager (Historisch Altes Lager 1939/40 wurde vom damaligen Arbeitsdienst auf Neuburxdorfer Flur das Kriegsgefangenenlager "Stalag IVB" errichtet. In der Zeit des Bestehens bis 1945 diente es als Durchgangs- und Sammellager gefangener Soldaten aus fast allen kriegsführenden Nationen. Das Denkmal eines französischen Bildhauers für die 3.000 verstorbenen Soldaten befindet sich auf dem Kriegsgefangenenfriedhof in Neuburxdorf. Im September 1945 übernahm das sowjetische NKWD das völlig heruntergekommene Lager, baute es aus und betrieb es bis 1948.), von da weiter nach Kosilenzien, wo der Burgwall zu besichtigen ist (Historisch Viele Sagen ranken sich um das imposante Bodendenkmal, das als Zeugnis bewundernswerter Leistung von Volksgruppen erhalten geblieben ist, die hier vor 2.500 - 3.000 Jahren ihre Siedlungsplätze hatten. Bei Erdarbeiten im Wallinneren wurden viele Gefäßscherben aus der jüngeren Bronzezeit und der frühen Eisenzeit geborgen). Nach diesem kurzen Stopp mit Info´s über früheste Menschengeschichte reiten wir nach Kröbeln (Historisch Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1289. Der Bischof Withego von Meißen bestätigt die durch Ulrich von Pack in Mühlberg vollzogene Verleihung des Zehnten zu "Croblin" an das Mühlberger Kloster) von dort sind wir durch die fast nur von Landwirtschaft gestaltete Natur in Spansberg angekommen. Hier können wir die Gedenkstätte, die zu Ehren der Kommandanten eines abgestürzten Zeppelins errichtet wurde, im Ort besichtigen.

Die gesamte Gegend ist durch die Flussläufe der schwarzen Elster und der großen Röder geprägt. Ein Baudenkmal der besonderen Art ist der Grödel-ElsterwerdaerFloßkanal, ein künstlich zur Holzflößung angelegter Wasserlauf zwischen Elbe und Schwarzer Elster. Wir erreichen nun Nauwalde, ein kleines Dorf bei Gröditz und setzen unseren Weg über den Röderkanal nach Frauenhain
(Historisch Frauenhain ist ein Ortsteil der Gemeinde Röderaue mit den meisten Handwerk- und Gewerbetreibenden und pflegt diegrößte Tradition im Handwerk. Frauenhain verfügt über einen gut gestalteten Dorfanger und Ruheplatz.) fort. Unser Ziel, die YellowRose Ranch, begrüßt uns und dort werden wir zum Tagesausklang ein zünftiges Western-Abendbrot genießen.

Länge der Tour: 25 km

Wichtige Eckpunkte: Brottewitz- Altes Lager Neuburxdorf- Burgwall KosilenzienKröbeln– Spansberg – Nauwalde
– Gröditz – Yellow
Rose Ranch, Frauenhain